My Days of Mercy

26.08.2019: 20:30

27.08.2019: 15:00,17:45,20:30

28.08.2019: 17:45

Genre: Drama (USA/GB 2017)
Länge: 108 Minuten
FSK: ab 12 Jahre
Regie: Tali Shalom-Ezer
Darsteller: Ellen Page, Kate Mara,
Amy Seimetz

Die Geschwister Lucy (Ellen Page) und Martha Morrow (Amy Seimetz) wohnen regelmäßig Hinrichtungen bei, die in den Staaten des Mittleren Westens durchgeführt werden. Dort demonstrieren sie für die Abschaffung der Todesstrafe. Bei einem dieser Ereignisse lernt Lucy Mercy (Kate Mara) kennen. Sie ist die Tochter eines Polizeioffiziers, dessen Partner von einem Mann getötet wurde, der nun die Todesspritze erhalten soll. Mercy ist dort, um zu feiern, dass der Gerechtigkeit Genüge getan wurde.

Lucy und Mercy könnten erbitterte Feindinnen sein, aber ganz offensichtlich verbindet sie etwas. Ihre Beziehung entwickelt sich von anfänglicher Animosität über Neugierde bis hin zu intensiver physischer Leidenschaft. Aber letztendlich muss sich Lucy dazu bekennen, wie sie zu dem Thema Todesstrafe steht. Denn ihr eigener Vater (Elias Koteas) wurde wegen Mordes verurteilt und wartet nun auf seine Hinrichtung. Können Lucy und Mercy ihre unüberbrückbar scheinenden Differenzen überwinden oder werden diese ihre Freundschaft womöglich zerstören?

ÜBER DIE PRODUKTION

MY DAY OF MERCY entstand aus dem ganz einfachen Wunsch der beiden engen Freundinnen Kate Mara und Ellen Page heraus, einmal gemeinsam in einem Film zu spielen. Und eines war ihnen von Anfang an klar: Der sicherste und schnellste Weg, dies in die Tat umzusetzen, wäre, ein eigenes Projekt zu entwickeln. Die zwei setzten den Prozess 2014 in Gang, als sie ihre Agenten darum baten, ihnen sämtlich Drehbücher zukommen zu lassen, die dafür in Frage kommen würden. Kurze Zeit später erhielten sie ein Skript, das genau mit ihrem Geschmack in puncto Film und Storytelling übereinstimmte. Nach einem Drehbuch von Joe Barton („Humans“), das ursprünglich MERCY hieß, wird hier die Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Frauen erzählt: Lucy und Mercy begegnen sich in dem Moment, indem sie auf unterschiedlichen Seiten ihre Meinung zur Todesstrafe, die in den USA nach wie vor heiß diskutiert wird, kundtun.

Mara und Page gefiel vor allem das Unerwartete, das Erfrischende, das in MY DAYS OF MERCY steckte. Dazu Mara: „Ellen und ich fühlten uns von der Art und Weise wie diese Geschichte erzählt wird, äußerst angezogen. Denn da ging es nicht nur um zwei Mädchen, die sich ineinander verlieben, das Ganze war deutlich vielschichtiger und komplizierter. Für viele Menschen ist die Todesstrafe ein brisantes Thema. Dass wir das als Hintergrund für das Leben dieser Frauen und warum sie dies auf vielfache Weise antreibt, verwenden konnten, macht dieses Projekt so einzigartig. Und wir beide mochten Lucy und Mercy und fühlten mit ihnen mit.“

Barton verfasste das Skript zu MY DAYS OF MERCY schon 2008. Es war eine seiner ersten Arbeiten als Drehbuchautor. Kurioserweise hatte die Richtung, in die die Geschichte ging, etwas mit Ellen Page zu tun. Barton hatte ein Interview mit Page gesehen, in dem sie sich über den Mangel an substanziellen Rollen für Schauspielerinnen beklagte. Und dem wollte er umgehend Abhilfe schaffen: „Ich musste mir eingestehen, dass in den wenigen Drehbüchern, die ich bis dahin verfasst hatte, alle weiblichen Charaktere stets nur als Freundinnen der Hauptfigur, aber niemals selbst die Protagonistinnen waren“, erinnert er sich. „Also beschloss ich, ein Skript aus der weiblichen Perspektive zu entwickeln. Schon beim Schreiben habe ich immer an Ellen für die Rolle der Lucy gedacht. Deshalb war es schon ein wenig surreal, als mich Ellen und Kate Jahre später auf diese Geschichte ansprachen.“

Page erinnert sich an eine erste Unterhaltung mit Barton, in der sie über mögliche Überarbeitungen des Drehbuchs sprachen: „Joe war so süß. Er sagte so etwas wie ‚Oh, das habe ich vor vielen Jahren geschrieben. Gebt mir einfach ein paar Wochen Zeit.‘ Und tatsächlich, ein paar Wochen später hatten wir ein neues Skript auf dem Tisch. Kate und ich dachten nur. ‚Verdammt noch mal, ist das gut.‘ Joe ist großartig.“